Willkommen

Im Jahre 2018 musste die Auflösung des Heimatkreis Deutsch Krone e.V. beschlossen werden, da die Altersstruktur der Mitglieder dies dringend nahelegte. Das Erbe des gemeinnützigen Vereins wird aber von der Gemeinde Bad Essen weitergeführt. Das Ziel, die Versöhnung zu erreichen zwischen den Menschen, denen heute Heimat geworden ist, was viele Jahre denen Heimat war, die am Ende des Zweiten Weltkrieges von dort geflüchtet sind oder von dort vertrieben wurden, ist dennoch geblieben. Deutsche Kultur und Geschichte im östlichen Europa ist und bleibt ein wichtiges Thema auch für die Menschen, die heute dort leben. Und die junge Generation ist daran interessiert, zu erfahren, was vor 1945 bei ihnen los war. Das ist eine große Chance, die deutsche Geschichte als Kulturerbe mit Brückenfunktion zu begreifen.

So sollen auch in Zukunft diese Seiten helfen, die Erinnerung an den zweitgrößten preußischen Landkreis, seine früheren Bewohner und deren Kultur, ihren Fleiß und ihre große Heimatliebe fern aller revanchistischen Parolen wachzuhalten und an die Landschaft, an die Städte und Dörfer, deren Geschichte und an die Menschen erinnert werden, die dieses Land vor Jahrhunderten in mühevoller Arbeit und nie erlahmendem Fleiß kultiviert und bis zu Flucht und Vertreibung als ihre schöne, unvergessene Heimat bewohnt hatten.

Letzte Einsendungen:
  • Im August 2020 besuchte ich bei sommerlichem Wetter den Friedhof in Plötzmin um mich davon zu überzeugen, wie weit die Wiederherstellungsarbeiten vorangegangen sind. Mit großer Anerkennung habe ich festgestellt, dass die Mitglieder des Vereins zur Erneuerung und ländlichen Entwicklung Plecemin fleißig und unermüdlich Grabstellen gesucht und gefunden haben und natürlich auch viele Metallkreuze. Die gefundenen Grabstellen wurden zunächst mit Holzkreuzen markiert. Überblick von der neu gestalteten Zuwegung Metallkreuze der Grabstellen am Haus der Ortsbürgermeisterin Elzbieta Filip In Zukunft soll versucht werden, die gefundenen Kreuze den entsprechenden Grabstellen anhand der Inschrift zuzuordnen. Dies ist kein ganz leichtes Unterfangen, da auch die Inschriften erst wieder gut sichtbar gemacht werden müssen und auch eine Übersetzung angefertigt werden muss. Die Ortsbürgermeisterin Elzbieta Filip begrüsst außerordentlich die Aktivitäten des Vereins aus Plecemin und freut sich besonders auch über die Anerkennung aus Deutschland. Besondere Erwähnung soll auch Udo Quade finden, der letzte in Plötzmin geborene und aufgwachsene Einwohner ist, der heute noch lebt. Mit ihm haben wir uns in seiner ehemaligen Heimat Plötzmin getroffen. Viel konnte er über die Dorfgeschichte aus der Erinnerung heraus erzählen. Er begrüsst die Initiative des Vereins und hat dem Vorsitzenden in Anerkennung dessen Verdienste eine Kohlezeichnung der ehemaligen Eisenbahnbrücke über die Küddow vermacht. Übergabe der Kohlzeichnung der alten Eisenbahnbrücke Einen besonders emotionalen Moment erlebte Udo Quade an der Grabstelle seines Großvaters. Drei Generationen Quade am Grab des Großvaters von Udo Quade Der Eingang zum Friedhof wird nun durch ein großes Holzkreuz signalisiert. Auf der linken Seite des Bildes sieht man die Gedenktafel der Gemeinde Bad Essen, die die Wiederherstellung des Friedhofes zusammen mit dem Landkreis Osnabrück unterstützt hat. Eingang des Friedhofs Der Platz für die Gedenktafel wurde mit Baumscheiben gestaltet, die der Eiche entnommen wurden, die am Ortseingang von Plötzmin gestanden hat. Diese Eiche war für die Plötzminer Wahrzeichen und Wegweiser zugleich. Gedenktafel mit Udo Quade Historische Eiche am Ortseingang, im Jahr 1983 entfernt. Anschließend wurde eine neue Eiche nachgepflanzt. Zum Abschluss meines Berichts noch einige Bilder als Galerie. -Peter Ritter-

  • Liebe Leser, wie bereits im Deutsch Kroner Heimatbrief kurz berichtet, hat der Verein zur Erneuerung und ländlichen Entwicklung Plecemin, seinen Projektplan begonnen umzusetzen. Nachdem alle beteiligten polnischen Ämter und Behörden „grünes Licht“ gegeben haben, fanden sich die Mitglieder des Vereins am ehemaligen deutschen Friedhof in Plecemin ein und haben begonnen, die Herrichtung des Friedhofes zu verwirklichen Es war nicht leicht, den die vielen Jahrzehnte nach dem 2. Weltkrieg haben den Friedhof überwuchert und starkes Unterholz gebildet. Die ehemalige Zuwegung vom Dorf aus gesehen war total zugewachsen. Dieser Weg vom Dorf zum Friedhof wurde nun mit schwerem Gerät in seine alte Form zurückgesetzt-die endgültige Herstellung wird noch einige Zeit brauchen-. Auf dem Friedhof selbst wurde das besagte Unterholz bereits zum größten Teil entfernt und die Grabstellen somit freigelegt. Das Team um den Vorsitzenden des Vereins, Herrn Dariusz Kowalski, hat in ehrenamtlicher Arbeit begonnen, das Projekt „Wiederherstellung des ehemaligen Friedhofes von Plecemin/Plötzmin“ umzusetzen. Diese Arbeiten wurden gemeinschaftlich begangen und führten bereits schon jetzt zu sichtbaren Erfolgen. -Wie auf den Fotos zu sehen ist- Bis das Projekt seinen Abschluss findet, werden sicherlich noch Monate ins Land gehen. Es ist aber ein Schritt, die deutsch polnische Geschichte positiv zu beleuchten und zu verarbeiten. Seitens des Vereins wurde eine umfassende Projektbeschreibung an die Gemeinde Bad Essen (als offizieller Nachfolger und Verwalter der ehemaligen Stiftung Deutsch Krone) übersandt. Der Bürgermeister von Bad Essen, Herrn Timo Natemyer, begrüßte diese Idee und sagte eine finanzielle Förderung des Projektes zu. Abschließend möchte ich mich für die mir übersandten Zuschriften von einigen Lesern des Heimatbriefes bedanken, die dieses Projekt ebenfalls als sehr postiv anerkannt haben .Ein besonderer Dank an Frau Angela SCHILLER, aus dem ehemaligen Freudenfier, für den netten Brief. -Peter Ritter-

  • Haus Deutsch Krone, Bad Essen Deutsch Krone ist der Name von Wałcz auf Deutsch. Ich konnte dieses Museum nur dank der Freundlichkeit und Hilfe des pensionierten deutschen Polizeibeamten Peter Ritter besuchen, der in Bad Essen geboren ist und dem der Kontakt zu Wałcz sehr am Herzen liegt.  Sie fragen sich sicherlich, wie es möglich ist, dass unser polnisches Wałcz sein Museum hunderte von Kilometern westlich, in Bad Essen, hat? Die Sache ist relativ einfach. Die früheren, deutschen Einwohner, ließen sich nach ihrer Vertreibung aus unseren wiederhergestellten Gebieten in großen Gruppen und im Grunde an vielen Orten in der heutigen Bundesrepublik nieder. So kamen einige ehemaligen Bewohner von Deutsch Krone (Wałcz) nach dem Krieg u.a. auch nach Bad Essen, wo sie sich effizient in einem entsprechenden Verein organisierten und unter anderem dieses Museum gründeten (und nicht nur!). Dieses Museum hat die gesamte Geschichte von Wałcz, im Allgemeinen bis 1945, einschließlich offizieller Dokumente, beispielsweise die Originalregistrierungsakten vieler damaligen Einwohner. Und in diesem Moment wurde mir klar, dass unsere Beamten, als die Deutschen 1939 in unser Land kamen, unsere Büros (einschließlich Akten) den Angreifern überließen. Kuperstich in der Heimatstube Als sich die Deutschen vor der Roten Armee zurückzogen, taten sie dies auf organisierte Weise, wenn es die Situation erlaubte, also zusammen mit den offiziellen Unterlagen der Büros, in denen sie arbeiteten. Und diese Dokumentation war die Grundlage für die Schaffung vieler lokaler Museen, die bis heute spezifische Gedenkstätten für ihre Heimatstädte / Orte sind. Die zweite Tatsache, an die ich mich noch sehr gut erinnere, war sehr persönlich und sehr spezifisch, da die Arbeit der ehemaligen Bewohner von Deutsch Krone bei einer großen Anhäufung sentimentaler Belastungen zur Schaffung dieser Museumssammlung beitrug. Gedichte über Familienorte, individuelle und detaillierte sowie handgeschriebene Berichte mit angehängten Amateurfotos von Nachkriegsreisen und Aufenthalten in Wałcz zeigen, wie viel Gefühl sie für diese spezifischen Rückkehrer in ihre Familienorte hatten. Natürlich habe ich auch kritische Spuren gefunden, wie unser Management in den wiederhergestellten Gebieten bewertet wurde. Aber das ist vorbei. Denn diese deutschen Ansprüche verschwinden langsam in den riesigen Archiven ihrer Büros. So wie die letzte Generation ehemaliger Bewohner von Deutsch Krone natürlich aussterben. Und diese unvermeidliche Tatsache hat dazu geführt, dass dieser deutsche Verband das Museum Ende 2019 kostenlos an die Gemeinde Bad Essen als Nachfolger der Stiftung Deutsch Krone übergeben hat. Weil es sonst niemanden mehr gibt, der Materialien und Erinnerungen sammelt, sich um sie kümmert und sie verwaltet bzw. zugänglich macht. Ab heute haben wir eine solche Situation, dass diese verstreuten Sammlungen aus der Vorkriegszeit von vielen Städten in unseren wiederhergestellten Gebieten dauerhaft eingesperrt sind und nicht zugänglich sind – schade – . Bücherschrank in der Heimatstube Denn bei mir waren zwei weitere Personen in diesem Museum, die in gewisser Weise teilweise mit dem Wałecki-Kreis verbunden waren, auch an diesen Sammlungen interessiert. Und Tausende Polen arbeiten und leben in ganz Deutschland, die auch in den zurückgewonnenen Gebieten gelebt haben. Diese Sammlungen müssen bewahrt werden und jedermann zugänglich sein. Die Gemeinde Bad Essen hat dieses erkannt und umgesetzt. Schöne und alte Fotografien von Städten und Dörfern, alte Landkarten, Beschreibungen alter bürgerlicher Bräuche. Unterlagen aus Deutsch Krone in der Heimatstube Es genügt, aktuelle und aktuelle Fotografien mit Kopien der heutigen Dokumente zu ergänzen, damit diese kleinen Museen auch für die heutigen Bewohner Deutschlands, die nach dem Zweiten Weltkrieg aus wirtschaftlichen und politischen Gründen unser Land verlassen haben, zu einer Attraktion werden. Kann ihre weitere Öffnung ein Problem sein? – NEIN – Wappen aus Holz in der Heimatstube Schließlich ist es unsere patriotische Pflicht, das Verhältnis der polnischen Gemeinschaft zu unserer Heimat, auch in Deutschland, aufrechtzuerhalten. Warum sollten sie diese kleinen sentimentalen Museen nicht unterstützen, indem Sie ihren gegenwärtigen Zweck fördern soweit es möglich ist. Fragt und grüßt Błażej Kowalskiul. Wenedów 7/1564-920 Piła

  • Kategorie: Aktuelles

    „Alle Jahre Wieder…“ sagen auch die letzten alten Deutsch Kroner in Moritzhof bei Familie Siking. Dort haben Barbara und Joachim Siking eine kleine, aber feine Weihnachtsfeier organisiert. Joachim brachte uns wieder mit seinem Auto nach Moritzhof, dort war alles schon festlich vorbereitet. Es wurde wieder eine gemütliche Feier, mit Kaffee, Kuchen, Süßigkeiten und unseren schönen alten Weihnachtsliedern. Die Stunden sind wie im Fluge vergangen. Wir möchten uns für die Unterstützung der Feier bedanken und ein gutes, gesundes und glückliches neues Jahr wünschen. Joachim brachte uns nach der Feier wieder gesund nach Hause. Nun freuen wir uns schon auf das nächste Weihnachtsfest. Barbara und Joachim SikingMorzyce 278-600 WalczPolen

  • Kategorie: Aktuelles

    v.l.n.r: Monika Nochowicz, Barbara Siking, Joachim Siking Auch in diesem Jahr findet wieder eine Weihnachtsfeier in Walcz, dem ehemaligen Deutsch Krone statt. Im ehemaligen Deutsch Krone, dem heutigen Walcz, konnten nach dem 2. Weltkrieg einige Familien nicht mehr ihren Heimatort verlassen. Sie verblieben in Deutsch Krone und wurden polnische Staatsangehörige. Doch die alten Wurzeln wuchsen bis in die heutige Zeit weiter. So ist es auch nicht verwunderlich, dass sich die noch verbliebenen Deutsch Kroner alljährlich zu einer Weihnachtsfeier, die nach deutscher Tradition durchgeführt und gefeiert wird, treffen. Barbara und Joachim SIKING zusammen mit ihrer Tante Monika Nochowicz, gestalten seit vielen Jahren und in diesem Jahr am 15. Dezember diese zur Tradition gewordene Feierlichkeit. Durch die Stiftung Deutsch Krone wurde die Feier stets unterstützt. Nun findet die Unterstützung durch die Gemeinde Bad Essen, als satzungsgemäßer Nachfolger der Stiftung der Deutsch Krone statt. Familie Siking und Frau Nochowicz sind schon voll in der Vorbereitung für die diesjährige Weihnachtsfeier, die dieses Mal in den privaten Räumlichkeiten der Familie Siking stattfinden wird. Neben einer Geschenktüte für alle ehemaligen Deutsch Kroner wird es ein festliches Essen mit allem was dazu gehört geben und natürlich werden auch deutsche Weihnachtslieder gesungen. Bleibt nur zu hoffen, dass sich diese schöne Tradition fortsetzt und noch einige Jahre Bestand haben wird. Peter RitterHelene-Mayer-Str. 4 49134 Wallenhorst